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Diagnostik-Team

Das Diagnostik-Team

„Der Weg zur Diagnose, die Diagnosefindung, wird auch als Diagnostik bezeichnet und endet typischerweise mit der Benennung des gefundenen Krankheitsbildes.“

Das Ziel ist die bestmögliche Versorgung der Patienten/Rehabilitanden entsprechend dem diagnostischen Standard unter Beachtung des Leitbildes.

Wir sind in unserem Team sechs Kolleginnen, die in den folgenden drei Bereichen rotierend arbeiten:

1. Neurophysiologie
2. Elektrophysiologie
3. Radiologie


1. Neurophysiologie


In der Neurophysiologie werden Evozierte Potentiale (EP) und Nervenleitgeschwindigkeiten (NLG) abgeleitet sowie Magnetstimulation und Elektromyographie (EMG) durchgeführt.

Evozierte Potentiale (EP):
Bei diesen Untersuchungen wird ein wiederholter bestimmter Reiz gesetzt. Auf dem Kopf oder an der Wirbelsäule wird dann über einem bestimmten Punkt die elektrische Reaktion des Gehirns oder Rückenmarks auf diesen Reiz abgeleitet und aus den anderen elektrischen Aktivitäten des Gehirns herausgerechnet. Dazu wird die Elektrode am Kopf genau über den Hirnteil platziert, in dem diese Reize wahrgenommen werden können. Mit dieser einfachen Methode können Unterbrechungen oder Beschädigungen der Leitungsbahnen (Nerven) unseres Körpers gemessen werden.

Elektroneurografie (ENG)/Nervenleitgeschwindigkeit (NLG):
Die Elektroneurografie (ENG) ist eine Untersuchung der Nervenleitung. Sie wird an peripheren Nerven angewendet, also nicht im Bereich von Gehirn und Rückenmark. So lässt sich die Nervenleitgeschwindigkeit (NLG) bestimmen, mit der ein Nerv elektrische Signale weiterleitet. Außerdem wird gemessen, wie gut eine elektrische Nervenreizung auf den entsprechenden Muskel übertragen wird (neuromuskuläre Überleitung).

Magnetstimulation:
Motorisch evozierte Potenziale (MEP) dienen in der Diagnostik vor allem der Bestimmung des Funktionszustands von Gehirn und Rückenmark.

Elektromyografie (EMG):
Die Elektromyografie (EMG) ist eine Methode in der neurologischen Diagnostik, bei der die elektrische Muskelaktivität gemessen wird.
Die Hauptanwendung ist das Erkennen von Myopathien und Neuropathien, das heißt: die Feststellung, ob eine Krankheit muskuläre oder nervliche Ursachen hat.


2. Elektrophysiologie


Hier werden Untersuchungen wie Elektroenzephalogramm (EEG), Elektrokardiogramm (EKG), Langzeit-EKG (24-Stunden-Aufzeichnung) und Langzeit-RR (24-Stunden-Blutdruck) aufgezeichnet.

Elektroenzephalogramm (EEG):
In der elektrophysiologischen Funktionsdiagnostik applizieren die Assistentinnen den Patienten Elektroden, z. B. auf die Schädeloberfläche. So können Gehirnströme oder Muskelfunktionen registriert werden. Dadurch können Krankheiten wie Parkinson, Demenz und Epilepsie sowie Hirnverletzungen, Nervenentzündungen oder Aufmerksamkeitsstörungen diagnostiziert werden.

Elektrokardiogramm (EKG):
Bei den Elektrokardiogrammen applizieren die Assistentinnen Elektroden an Extremitäten und Oberkörper. Dadurch wird die Herzaktivität aufgezeichnet, die die Tätigkeit der Herzmuskeln regeln. So erkennt man u. a. alte und frische Herzinfarkte.

Langzeit-EKG:
Das Langzeit-EKG wird von den Assistentinnen für die EKG-Registrierung über 24 Stunden mit Hilfe tragbarer Aufzeichnungsgeräte angelegt. So erkennt man u. a. Herzrhythmus- oder Durchblutungsstörungen des Herzens.

Langzeit-RR:
Bei der Langzeitzeit-Blutdruckmessung trägt der Patient permanent (in der Regel über einen ganzen Tag) eine Blutdruckmanschette, sowie ein Aufzeichnungsgerät. So erkennt man u. a. den Schweregrad einer Blutdruckstörung.


3. Radiologie


Die Radiologie beinhaltet das Röntgen, die Computertomographie (CT) und den Magnetresonanztomographen (MRT).

Röntgen:
Die Röntgendiagnostik ist ein weit verbreitetes bildgebendes Verfahren zur Darstellung unterschiedlicher Körperregionen und -gewebe.

Computertomographie (CT):
Eine computertomographische Untersuchung besteht aus Schichtbildern. Anders als bei gewöhnlichen Röntgenuntersuchungen können die Organe überlagungsfrei und daher qualitativ besser abgebildet werden. Der zu untersuchende Körperteil wird bei der Computertomographie schichtweise mit einem rotierenden Röntgenstrahl abgetastet. Die Bildinformation aus jeder Hirngewebeschicht wird dann digitalisiert und im Computer weiterverarbeitet. Die resultierenden Querschnittsbilder setzen sich aus verschiedenen Graustufen zusammen. Die verschiedenen Gewebe unterscheiden sich in ihrer Dichte. Jedem Dichtewert ist eine Graustufe zugeteilt. Luft ist schwarz und Knochen weiß dargestellt, alle anderen Gewebe werden durch dazwischenliegende Graustufen abgebildet.

Indikationen zur Durchführung einer CT-Untersuchung:
Da das CT schnell und einfach durchzuführen ist, wird es oft als Untersuchung der ersten Wahl bei akuten Erkrankungen eingesetzt. Die Durchführung einer CT-Untersuchung mit oder ohne Kontrastmittel ist z. B. sinnvoll bei Verdacht auf folgende Erkrankungen:

  • Hirnblutung
  • Schlaganfall
  • Hirntumor
  • Knöcherne Schädelverletzung
  • Bandscheibenvorfall

 

Magnetresonanztomographie (MRT):
Das MRT, auch als Kernspintomographie bezeichnet, ist eine Untersuchungsmethode, mit der hochauflösende Schnittbilder in beliebiger Schichtführung aller Körperregionen dargestellt werden können.

Für diese Untersuchung wird der Patient innerhalb eines starken Magnetfeldes positioniert und unter Verwendung von radiowellenähnlichen, elektromagnetischen Impulsen untersucht. Beim MRT werden keine Röntgenstrahlen oder radioaktive Substanzen verwendet. Nach heutigen wissenschaftlichen Erkenntnissen ist das MRT für den Menschen – solange man einige Grundregeln befolgt – unschädlich.

In der Neuroradiologie wird das MRT hauptsächlich verwendet, um detaillierte Informationen über das Gehirn, die Schädelknochen, das Wirbelsäulenskelett inklusive der Bandscheiben und das Rückenmark zu gewinnen.

Indikationen zur Durchführung einer MRT-Untersuchung:

  • Schlaganfall oder Hirndurchblutungsstörung
  • Hirnblutung
  • Gefäßveränderungen: Gefäßverkalkung (Arterosklerose), Gefäßverengung (Stenose) im Hals- und Kopfbereich, Gefäßverschluß, Gefäßaussackung (Aneurysma)
  • Tumor
  • Wirbelsäulenschmerzen: Bandscheibenveränderungen, Verschleißerscheinungen, Spinalkanalstenosen
  • Entzündung und Infektionen: Multiple Sklerose, Meningitis, Encephalitis, bakterieller Befall (Abszess)
  • Demenz
  • Parkinson
 
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